Chemnitz, 08.05.2026
Ronny Kupke (BSW): „Das Klinikum Chemnitz darf nicht kaputtgespart werden“
Die alarmierenden Aussagen der Geschäftsführung des Klinikums Chemnitz müssen endlich ein Weckruf für die Bundespolitik sein. Wenn selbst ein Maximalversorger wie das Klinikum Chemnitz erstmals tiefrote Zahlen schreibt, dann zeigt das vor allem eines: Die Krankenhauspolitik in Berlin steuert in die falsche Richtung.
Dazu erklärt Ronny Kupke, Stadtrat des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Chemnitz:
„Gesundheitsversorgung ist öffentliche Daseinsvorsorge und keine Ware. Es kann nicht sein, dass Krankenhäuser gezwungen werden, wie Wirtschaftsunternehmen zu arbeiten, während gleichzeitig immer neue Sparauflagen beschlossen werden. Das gefährdet am Ende die medizinische Versorgung der Menschen in Chemnitz und der gesamten Region.“
Nach Angaben des Klinikums drohen durch die aktuellen Sparpläne zusätzliche Belastungen in Millionenhöhe. Bereits jetzt kämpften viele Krankenhäuser mit steigenden Energie-, Sach- und Personalkosten, die nicht ausreichend refinanziert würden.
Kupke weiter:
„Die Beschäftigten arbeiten seit Jahren am Limit. Pflegekräfte, Ärzte und medizinisches Personal dürfen nicht die Leidtragenden einer fehlgeleiteten Gesundheitspolitik werden. Wer ständig kürzt, riskiert Personalabbau, längere Wartezeiten und eine weitere Überlastung des Systems.“
Das BSW Chemnitz fordert deshalb:
•eine auskömmliche Finanzierung kommunaler Krankenhäuser,
•den Stopp weiterer Kürzungen im Gesundheitswesen,
•weniger Bürokratie für Kliniken,
•Gesundheitspolitik nach Versorgungsbedarf statt Profitlogik, den Erhalt einer wohnortnahen medizinischen Versorgung.
„Am Ende darf die finanzielle Verantwortung nicht bei den Kommunen hängen bleiben. Die Stadt Chemnitz kann nicht dauerhaft Defizite ausgleichen, die durch politische Fehlentscheidungen des Bundes entstehen“, so Kupke.
Das Klinikum Chemnitz sei als Maximalversorger weit über die Stadtgrenzen hinaus unverzichtbar. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels brauche es starke öffentliche Krankenhäuser statt weiterer Zentralisierung und Sparpolitik.
