Chemnitz, 05.09.2024


Sanierung und Zustand des Schauspielhauses Chemnitz

 

Diebstahl und Vandalismus – Sofortiges Handeln notwendig
Seit 2022 ist das Schauspielhaus in Chemnitz geschlossen. Der DDR-Neubau im Park der Opfer des Faschismus war seit Jahrzehnten beliebte Spielstätte und die Ensembles bekannt in der Republik. Dies blieb auch nach dem Umbruch 1990 so; es zog namhafte Theaterschaffende nach Chemnitz.
Die vermutlich ausgesprochen teure Zwischenspielstätte im Spinnbau auf der Altchemnitzer Straße bietet zweifelhaften Spielgenuss, was nicht in der Arbeit von Akteuren, Schauspielern, Technikern, Dramaturgen und der Regie begründet ist, sondern in den zahlreichen Mängeln die der Bau an sich aufweist.
Doch wie es weiter gehen soll bleibt unbekannt. Nachdem im Februar der Mietvertrag für diesen Bau für weitere vier Jahre verlängert wurde, gab es in der Öffentlichkeit, weder von der Politik, noch von der politischen Verwaltung der Stadt Verlautbarungen, wie es mit der Sanierung des alten Standortes weitergehen soll.
Einstige Ideen, bei denen sich lokale Größen aus verschiedenen Parteien steinerne Denkmäler in Form fraglicher Neubauten eines sogenannten Theaterquartiers setzen wollten, sind ebenso aus dem Diskurs verschwunden.
Aktuell gibt es, nach einer ausverkauften Spielzeiteröffnung, für die noch immer theaterbegeisterten Chemnitzerinnen und Chemnitzer sowie zahlreicher Gäste eine Randnotiz zum Thema in der neusten Ausgabe des Stadtmagazins „Streicher“; Generalintendant der Theater Christoph Dittrich und Oberbürgermeister Sven Schulze kommen zu Wort. Die Aussagen, angekündigt als Suchen nach Lösungen, bleiben aber dünn. Absurd anmutende Überlegungen werden zur Sprache gebracht: Kaufhof, Niners-Arena (nicht vorhanden) und die Zwischenspielstätte Spinnbau, könnten das Theater zukünftig beherbergen. Offensichtlich sind dies nicht ernstzunehmende Optionen, wie die Gesprächspartner selbst einräumen.
Also keine Neuigkeiten? Doch!
Wer ab und an am alten Schauspielhaus vorübergeht, sollte dies aufmerksam tun, wenn ihm das Haus, der wunderbare Park und die zahlreichen Kunstwerke am Herzen liegen. Der Ort ist verwaist und verfällt. Mittlerweile gibt es Beschädigungen an Skulpturen und am Haus selbst. So wurden die Türgriffe zum Haupteingang, die als zwei Theatermasken gestaltet waren, entwendet und werden wohl nicht wiederauftauchen. Das Gebäude und die Kunstwerke müssen sofort geschützt werden. Diese akute Situation bestärkt uns darin, dieses Thema, die Sorge um die Sanierung des Schauspielhauses, wieder verstärkt in die Öffentlichkeit zu tragen.
Aus den Ergebnissen zu unseren Ratsanfragen erhoffen wir uns Lösungen, zumindest Antworten zur Zukunft des Schauspielhauses


Enrico Hilbert

Copyright © 2026. Alle Rechte vorbehalten.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.