Pressemitteilung Chemnitz, 26.01.2026
Am 27. Januar 2026 gedenken wir der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee vor 81 Jahren.
Wir gedenken der sechs Millionen ermordeten europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zwangsarbeiter, dem Hungertod preisgegebenen Kriegsgefangenen, den Opfer der „Euthanasie“-Verbrechen, der Homosexuellen, den Spanienkämpfern und den Männern und Frauen des deutschen Widerstandes. Wir gedenken all jenen, die sich in Deutschland und den überfallenen Ländern aus politischen, humanistischen und religiösen Beweggründen dem staatlichen Terror widersetzten und deswegen den deutschen Faschisten und den Kollaborateuren zum Opfer fielen.
Es ist ein Tag des Innehaltens, gerade in unserer Gegenwart. Insbesondere die Politik trägt Verantwortung dafür, dass dieses Gedenken und die Geschichte der Opfer an die nächsten Generationen weitergetragen werden. Dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte wird für immer als Mahnung untrennbar mit unserem Land verbunden bleiben. Dieser Mahnung gerecht zu werden, oblag und obliegt allen Generationen - den gewesenen, den gegenwärtigen und den noch kommenden.
Ein Tag wie heute mahnt uns, das Handeln der Menschen im Blick zu behalten, die in diesen Tagen die Demokratie untergraben, diese beschädigen und im Sinne einzelner umgestalten und missbrauchen, zumeist gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung. Dabei ist es nicht entscheidend, ob sie in den Parlamenten aus der Opposition oder der Regierung heraus agieren, oder als Lobbyisten tätig sind. Die Menschen, die Schutz vor Verfolgung, Hass, Krieg und Terror in unserem Land erwarten, dürfen nicht Angst vor dem eigenen Staat bekommen, wie es in anderen Ländern geschieht. Denn wenn sich unsere Nachbarn in der Stadt nicht sicher fühlen können, dann kann sich niemand von uns hier sicher fühlen. Frieden im Land, für unser Land und in den Beziehungen zu anderen Ländern!
Unser Eintreten für die Stärkung der Demokratie gegen den immer weiter fortschreitenden Willen, erkämpfte Freiheitsrechte abzuschaffen, hat deshalb nichts an Dringlichkeit verloren.
Die Losung der Befreiten des Frühjahrs 1945 – Nie wieder Faschismus! – war untrennbar mit der Losung – Nie wieder Krieg! verbunden. Gerade heute ist die Verbindung beider Losungen dringlicher denn je und unser politisches Handeln dieser Einheit verpflichtet.
Wir gedenken den Opfern des Nationalsozialismus, des deutschen Faschismus.
Ihr Vermächtnis ist unser Handel
