Pressemitteilung Chemnitz, 16.01.2025
Warum die Aufregung und warum jetzt?
Nach langem Schweigen um die Zukunft des beliebten Schauspielhauses im Park der Opfer des Faschismus, gab es, auch durch meine Initiative, seit dem Spätsommer letzten Jahres wieder Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zum längst fälligen Bericht und den Aussichten, wie es in Zukunft weitergehen soll. Nebenbei wurde es dadurch möglich, teils bereits beschädigte Kunstwerke sicherzustellen und den Fokus auf Sicherheit am und um das leerstehende Gebäude zu richten. Nichtsdestotrotz gab und gibt es bis zum heutigen Tage, wenige Stunden vor der Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres, keine Perspektive für das legendäre Haus und (außer der Zwischenspielstätte im Spinnbau) auch keine für Schauspiel und Puppenbühne insgesamt. Sicher bin ich mir, dass alle beteiligten Verantwortlichen alles dafür tun, dass es eine zukunftsträchtige Lösung geben wird. Das wurde bekundet und ist nicht anzuzweifeln.
Ich frage mich nur, warum ausgerechnet jetzt, da ernsthaft stilles Arbeiten angesagt ist, lokale Medien unter Beteiligung der CDU, namens der Land- und Stadtratsabgeordneten Ines Saborowski, öffentlich als Windmacher auftauchen? Die CDU ist in allen nötigen Gremien vertreten, stellt den Ministerpräsidenten, zahlreiche Bürgermeister, Aufsichtsräte usw..
Warum also dieser Weg, das sensible Thema am Kochen zu halten und warum gerade jetzt?
Dem Theater und seinen Machern wie Besuchern kann es kaum förderlich sein.
Also? Wenn es etwas Konkretes zum Thema zu sagen gibt, dann bitte - die Chemnitzerinnen und Chemnitzer vertragen das und können dann entsprechend damit umgehen!
Enrico Hilbert
parteiloser Stadtrat
in der Fraktion Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit
