Na klar, nicht geheim. =)
Natürlich ist die zweite gestellte Frage im Kulturausschuss kein Geheimnis. Ich danke allen Lesern meiner kleinen Beiträge, Interessierten, Anfragenden und Besucherinnen und Besuchern der „Bürgersprechstunden“ für den Hinweis, daß ich nur eine meiner Anfragen öffentlich gemacht habe. Nun hole ich es nach, im persönlichen Gespräch habe ich sofort mitgeteilt, um welchen Inhalt es sich handelte.
Vor vielen Jahren hatte ich die Möglichkeit, mich als sachkundiger Einwohner im Kultur- und Sportausschuß einzubringen. Eine spannende Zeit in der Entscheidungen u.a zum Ausbau des einstigen Ernst-Thälmann-Stadions versus Neubau eines Fußballstandions gefällt wurden. Beschlüße wurden dann durch die Stadtverordneten gefällt, die bis heute nachwirken. Zumeist sind die Ergebnisse eher als problembehaftet, um es einmal vorsichtig auszudrücken, zu bewerten. So wurde damals die vielleicht einmalige Chance verpaßt, ein komplexes Multifunktionsstadion zu schaffen. Heute versuchen die Parteien, die damals relativ kurzfristig ihre Meinung änderten, sich als Förderer des Sports und des Sportforums darzustellen. Soweit der Rückblick.
In meiner Anfrage im Kulturausschuß ging es um ein völlig anderes Thema. Damals war es dringend erforderlich über Gebäude in unserer Stadt zu sprechen, die unter Denkmalschutz stehen oder/und stadtbildprägend sind und deren Verfall drohte. Regelmäßig wurde die Liste der bedrohten, sich in Privatbesitz befindenden Objekte aktualisiert, besprochen und beratschlagt, ob etwas zum Erhalt getan werden kann bzw. Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Eigentümer auf ihre Verantwortung hinzuweisen. Es handelte sich um historische Industriehallen, Wohn- und Verwaltungsgebäude, die in der Geschichte der Stadt eine Rolle gespielt haben.
Heute ist der Ausschuß neu strukturiert und nicht mehr mit dem Sport kombiniert und hat auch über Fragen der Förderung von Denkmalen, zu beraten. Aus diesem Grund wollte ich das Thema aufgreifen, da es ja offensichtlich ist, daß es noch immer historische Bausubstanz gibt, zumeist ist deren Geschichte ziemlich unbekannt in der Öffentlichkeit, die von Verfall und somit vom Verschwinden betroffen sind. Eine traurige Realität in einer Stadt, die doch nach ihrer Zerstörung am Ende des Weltkrieges auf jede historische Bausubstanz angewiesen ist.
Also war die Frage, wie es um diese Bauten in der Stadt steht, ob es eine Übersicht gibt und wie die Stadtverwaltung aktuell damit umgeht?
Zunächst wurde im öffentlichen Teil der Beratung die Zuständigkeit des Kulturausschußes bezweifelt und es war nicht angebracht, dort den Konflikt zu suchen, so daß ich den geschlossenen Teil nutzte, um mein Unbehagen darüber zum Ausdruck zu bringen und aus den entsprechenden Satzungen zitierte, um die Zuständigkeit zu begründen. Schlußendlich, wird es einen Termin im Ausschuß geben, bei dem über das Thema beraten werden kann. Darüber freue ich mich.


